Wie viele Stunden sind eine Vollzeitstelle? 35, 37,5, 38, 39 und 40-Stunden-Woche im Vergleich
Wie viele Stunden gelten als Vollzeit — und warum? Überblick über die üblichen Wochenarbeitszeiten nach Tarifvertrag und Branche, plus direkter Umrechner in Monatsstunden.

35, 37,5, 38, 39 oder 40 Stunden pro Woche — "Vollzeit" bedeutet je nach Branche etwas anderes. Wer den Job wechselt, ist oft überrascht: Eine "volle Stelle" kann plötzlich fünf Stunden mehr oder weniger bedeuten.
Dieser Beitrag erklärt, warum das so ist, welche Wochenarbeitszeit wo üblich ist, und wie du Wochen- in Monatsstunden umrechnest.
Gibt es eine gesetzliche Vollzeit-Definition?
Nein. Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) definiert keine "Vollzeit". Es regelt nur Höchstgrenzen: Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten (§ 3 ArbZG). Sie kann auf bis zu 10 Stunden steigen, wenn im Schnitt von sechs Monaten wieder 8 Stunden pro Werktag erreicht werden.
Bei sechs Werktagen ergibt das theoretisch bis zu 48 Wochenstunden als gesetzliche Obergrenze. In der Praxis sieht kaum jemand das als normale Vollzeit an.
Was als Vollzeit gilt, legen stattdessen Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag fest. In der Praxis liegt der Standard zwischen 35 und 40 Wochenstunden — mit klaren Unterschieden je nach Branche und Tarifbindung.
Warum ist das überhaupt relevant?
Die Vollzeit-Referenz entscheidet, ab wann jemand als teilzeitbeschäftigt gilt. Sie bestimmt auch, ab wann eine Stunde als Überstunde zählt. Und sie wirkt sich auf Urlaubsansprüche und Sonderzahlungen aus.
Die üblichen Wochenarbeitszeiten im Überblick
| Wochenstunden | Typische Branche/Bereich | Monatsstunden (× 52 ÷ 12) |
|---|---|---|
| 35 Std. | Metall- und Elektroindustrie (West, IG Metall), Chemie (teilweise) | 151,7 Std. |
| 37,5 Std. | Teile des öffentlichen Dienstes, einzelne Tarifverträge/Branchen | 162,5 Std. |
| 38 Std. | Einige Tarifbranchen, häufig als Zwischenwert bei Arbeitszeitverkürzung | 164,7 Std. |
| 39 Std. | TVöD/TV-L (öffentlicher Dienst), viele weitere Tarifverträge | 169,0 Std. |
| 40 Std. | Handel, viele KMU ohne Tarifbindung, klassischer Vollzeit-Standard | 173,3 Std. |
Die Monatsstundenwerte sind Jahresdurchschnitte (Wochenstunden × 52 ÷ 12). Der tatsächliche Wert schwankt je nach Werktagen, Feiertagen und Urlaub im Monat.
Zwischen niedrigstem und höchstem Wert liegen über 20 Monatsstunden — mehr als zweieinhalb Achtstundentage. Der Wechsel von einer 35-Stunden-Stelle in der Metallindustrie zu einer 40-Stunden-Stelle im Handel ist spürbar, obwohl beide offiziell Vollzeit sind.
35-Stunden-Woche: Wer arbeitet so?
Die 35-Stunden-Woche geht vor allem auf die IG Metall zurück. Sie setzte sie in den 1990er-Jahren in der Metall- und Elektroindustrie West durch — nach jahrelangen Arbeitskämpfen. Bis heute gilt sie dort als Standard, ebenso in Teilen der Chemieindustrie.
Wie kam es zur 35-Stunden-Woche?
Der entscheidende Tarifabschluss fiel 1995: Nach einem der längsten Streiks der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte einigten sich IG Metall und Arbeitgeberverbände auf eine schrittweise Verkürzung von 38,5 auf 35 Stunden.
Das Argument der Gewerkschaft: kürzere Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich sichert Arbeitsplätze und verteilt vorhandene Arbeit auf mehr Beschäftigte. Seither ist die 35-Stunden-Woche im Westen fester Bestandteil der Flächentarifverträge der Branche.
Gilt sie für jeden Betrieb der Branche?
Nur, wenn der Betrieb tarifgebunden ist — also selbst Mitglied im Arbeitgeberverband ist oder den Tarifvertrag per Betriebsvereinbarung übernommen hat. Viele Metallbetriebe ohne Tarifbindung, gerade kleinere Zulieferer, vereinbaren individuell längere Wochenarbeitszeiten, häufig 38 oder 40 Stunden.
Die 35-Stunden-Woche ist also eine Tarifnorm, kein Automatismus für die gesamte Branche. In Ostdeutschland kam sie in der Metallindustrie erst deutlich später — das führte lange zu regionalen Unterschieden.
Erst ab 2018 einigten sich IG Metall und Arbeitgeber in mehreren ostdeutschen Tarifgebieten auf eine schrittweise Angleichung an das West-Niveau. Dieser Angleichungsprozess zog sich über mehrere Jahre hin, weil eine Verkürzung um 3,5 Stunden nicht auf einen Schlag verhandelbar war.
Wichtig: Auch bei 35 Stunden gilt man arbeitsrechtlich als vollzeitbeschäftigt. Entscheidend ist der Vergleich zur betriebsüblichen Arbeitszeit, nicht die Stundenzahl allein (siehe Abschnitt zu Vollzeit vs. Teilzeit unten).
37,5- bis 39-Stunden-Woche: Öffentlicher Dienst
Im öffentlichen Dienst gilt heute meist eine 39-Stunden-Woche. Der TVöD hat die frühere Differenz zwischen West (39 Std.) und Ost (39,5 Std.) zum 1. Januar 2023 angeglichen. Seither gilt bundesweit einheitlich 39 Std./Woche nach § 6 TVöD.
Ab 2026 können TVöD-Beschäftigte bei beiderseitiger Zustimmung freiwillig und befristet auf bis zu 42 Stunden erhöhen. Das ändert nichts an der 39-Stunden-Basis.
Beim TV-L (Länder) und in Sonderbereichen wie Kliniken finden sich teils andere Werte zwischen 38,5 und 40 Stunden — je nach Bundesland. 37,5 Stunden kommen im öffentlichen Dienst seltener vor, aber in einzelnen Branchentarifen weiterhin.
Warum unterscheidet sich der öffentliche Dienst vom Rest der Wirtschaft?
Die Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst wird nicht wie in der freien Wirtschaft von einzelnen Arbeitgebern verhandelt. Sie wird zentral zwischen der Gewerkschaft ver.di, dem Beamtenbund dbb und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder beziehungsweise der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände ausgehandelt.
Das erklärt, warum sich die Stundenzahl bundesweit relativ einheitlich entwickelt hat — anders als in tarifpluralistischen Branchen wie der Metallindustrie, wo einzelne Regionaltarife stärker auseinanderlaufen.
Vor der Vereinheitlichung 2023 lag die TVöD-Wochenarbeitszeit im Westen bei 38,5 Stunden und im Osten bei 40 Stunden — ein Erbe der getrennten Tarifverhandlungen nach der Wiedervereinigung. Die Angleichung auf einheitlich 39 Stunden beendete diese Differenz nach über drei Jahrzehnten.
Gilt das auch für Beamte?
Nein. Beamtinnen und Beamte fallen nicht unter den TVöD, sondern unter die jeweiligen Arbeitszeitverordnungen von Bund und Ländern. Ihre Wochenarbeitszeit wird per Verordnung festgelegt, nicht tarifvertraglich verhandelt.
Sie liegt in mehreren Bundesländern über der TVöD-Norm von 39 Stunden. Tarifbeschäftigte und Beamte im selben Amt können deshalb unterschiedliche Wochenarbeitszeiten haben, obwohl sie am selben Schreibtisch sitzen.
Stand: 2026. Tarifliche Arbeitszeiten werden regelmäßig neu verhandelt — prüfe im Zweifel deinen Tarifvertrag.
40-Stunden-Woche: Der klassische Vollzeit-Standard
Ohne Tarifbindung — etwa in vielen KMU und im Handel — ist die 40-Stunden-Woche weiterhin der verbreitetste Vollzeit-Standard. Sie markiert auch die Grenze, ab der im Entwurf des Arbeitsmarktstärkungsgesetzes Mehrarbeit ohne Tarifvertrag als "über Vollzeit" zählen soll. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Überstundenversteuerung.
Viele Stellenanzeigen und Gehaltsvergleiche gehen implizit von 40 Wochenstunden aus, selbst wenn der Arbeitgeber tariflich weniger anbietet. Lies Gehaltsangaben ohne genaue Stundenzahl deshalb mit Vorsicht.
Wie rechne ich Wochenstunden in Monatsstunden um?
Die Formel: Monatsstunden = Wochenstunden × 52 ÷ 12. Der Umweg über 52 Wochen ist nötig, weil ein Monat nicht exakt 4 Wochen hat. Wer einfach "mal 4" rechnet, unterschätzt seine Monatsstunden.
Rechenbeispiel 1: 38,5-Stunden-Woche
Schritt 1 — Jahresstunden: 38,5 Std. × 52 Wochen = 2.002 Std. pro Jahr.
Schritt 2 — Monatsstunden: 2.002 Std. ÷ 12 Monate = 166,83 Monatsstunden.
Zur Kontrolle die falsche Faustregel: 38,5 × 4 = 154 Stunden — fast 13 Stunden zu wenig gegenüber dem korrekten Wert. Der Fehler entsteht, weil ein Jahr durchschnittlich 4,33 Wochen pro Monat hat, nicht 4.
Rechenbeispiel 2: 40-Stunden-Woche
Schritt 1 — Jahresstunden: 40 Std. × 52 Wochen = 2.080 Std. pro Jahr.
Schritt 2 — Monatsstunden: 2.080 Std. ÷ 12 Monate = 173,33 Monatsstunden.
Bei 35 Stunden sind es 151,7. Bei 39 Stunden 169,0. Die Differenz zwischen 38,5 und 40 Stunden mag klein wirken. Auf den Monat gerechnet sind es aber 6,5 Monatsstunden — mehr als ein kompletter Arbeitstag bei einer 6-Stunden-Teilzeitstelle.
Warum nicht einfach durch 4 teilen?
Ein Jahr hat 52 Wochen, aber nur 12 Monate. 52 ÷ 12 ergibt rund 4,33 Wochen pro Monat, nicht 4. Wer mit dem Faktor 4 rechnet, kommt bei jeder Wochenstundenzahl auf einen zu niedrigen Monatswert.
Bei 40 Stunden zum Beispiel ergäbe die falsche Rechnung 160 statt 173,33 Stunden — ein Unterschied von über 13 Stunden im Monat, mehr als ein und ein halber Arbeitstag.
Der Arbeitszeitrechner übernimmt diese Rechnung direkt. Er enthält eine Wochenstunden-zu-Monatsstunden-Tabelle inklusive Teilzeit-Werten wie 32,5 oder 36 Stunden.
Vollzeit vs. Teilzeit: Ab wann gilt man als Teilzeit?
Nach § 2 TzBfG gilt als teilzeitbeschäftigt, wer kürzer arbeitet als vergleichbare Vollzeitkräfte im selben Betrieb. Teilzeit ist also immer relativ zur betrieblichen Vollzeit zu verstehen — nicht zu einem festen bundesweiten Wert.
Bei einem 35-Stunden-Tarif ist 32 Stunden Teilzeit. Bei einem 40-Stunden-Standard ist 32 Stunden ebenfalls Teilzeit, aber mit größerem Abstand: 32 ÷ 35 = 91,4 % der Vollzeit, gegenüber 32 ÷ 40 = 80,0 %.
Genau deshalb lassen sich Teilzeitquoten zwischen Branchen nicht direkt vergleichen. 80 % bedeutet in einem 40-Stunden-Betrieb 32 Stunden, in einem 35-Stunden-Betrieb nur 28 Stunden (35 × 0,80 = 28).
Rechenbeispiel: Teilzeitquote im öffentlichen Dienst
Eine TVöD-Beschäftigte mit 39-Stunden-Vollzeitreferenz arbeitet 30 Stunden pro Woche. Ihre Teilzeitquote: 30 ÷ 39 = 76,9 %. Bei einer 40-Stunden-Vollzeitstelle im selben Umfang von 30 Stunden läge die Quote bei 75,0 % — ein kleiner, aber realer Unterschied, der sich auf anteilige Sonderzahlungen auswirken kann.
Nutze den Teilzeitrechner für deine eigene Quote.
Vollzeit-Standard im europäischen Vergleich
Deutschland liegt bei der tatsächlichen Wochenarbeitszeit europaweit eher im unteren bis mittleren Bereich. Grund sind der hohe Teilzeitanteil und tarifliche Verkürzungen wie die 35-Stunden-Woche. Griechenland und osteuropäische Länder arbeiten im Schnitt deutlich mehr. Die Niederlande sind für ihre hohe Teilzeitquote bekannt.
Solche Vergleiche sind mit Vorsicht zu lesen: Sie mitteln Vollzeit- und Teilzeitkräfte zusammen. Ein hoher Teilzeitanteil senkt den Länderdurchschnitt, ohne dass sich die tarifliche Vollzeit-Referenz ändert. Eine ausführliche Einordnung folgt demnächst in unserem Ratgeber zur durchschnittlichen Arbeitszeit in Deutschland.
Woran erkenne ich meine tatsächliche Vollzeit-Referenz?
Drei Quellen helfen bei Unsicherheit:
- Der Arbeitsvertrag — meist im ersten Abschnitt zur Arbeitszeit genannt.
- Ein anwendbarer Tarifvertrag — die exakte Stundenzahl findest du im Flächentarifvertrag deiner Branche.
- Personalabteilung oder Betriebsrat — im Zweifel die schnellste Anlaufstelle.
Ein Jobwechsel mit 40 statt 37 Wochenstunden bei gleichem Gehalt bedeutet einen niedrigeren Stundenlohn — auch wenn das Monatsgehalt identisch aussieht.
Rechenbeispiel: Gleiches Gehalt, unterschiedliche Vollzeit-Referenz
Nimm ein Monatsgehalt von 3.000 € brutto. Bei 37 Wochenstunden ergeben sich 160,33 Monatsstunden (37 × 52 ÷ 12). Stundenlohn: 3.000 € ÷ 160,33 = 18,71 €.
Bei 40 Wochenstunden und demselben Monatsgehalt sind es 173,33 Monatsstunden. Stundenlohn: 3.000 € ÷ 173,33 = 17,31 € — rund 7,5 % weniger pro Stunde, obwohl beide Angebote "3.000 € brutto" auf dem Papier zeigen.
4-Tage-Woche und Arbeitszeitverkürzung: Ändert sich der Standard weiter?
Die Debatte um die 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich hat zugenommen. Pilotprojekte zeigen: Kürzere Wochenarbeitszeit bei gleichem Gehalt kann produktivitätsneutral funktionieren. Einzelne Unternehmen und Gewerkschaften diskutieren niedrigere Werte als die etablierten 35 bis 40 Stunden.
Eine flächendeckende gesetzliche Verkürzung ist davon klar zu unterscheiden. Solche Modelle entstehen bisher nur über einzelne Tarifverträge oder freiwillige Unternehmensentscheidungen — nicht über eine Gesetzesänderung. Der gesetzliche Rahmen bleibt unverändert.
Für den Vollzeit-Standard bedeutet das: Wer heute einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte sich nicht auf eine baldige gesetzliche 4-Tage-Woche verlassen. Die tatsächliche Wochenstundenzahl steht weiterhin im eigenen Vertrag oder Tarifvertrag, nicht in einem allgemeinen Gesetz.
Wochenstunden, Jahresarbeitszeit und Urlaubsanspruch
Die Wochenarbeitszeit wirkt sich auch auf andere Ansprüche aus. Der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) richtet sich nach Arbeitstagen, nicht nach Stunden. Bei einer 5-Tage-Woche stehen unabhängig von 35 oder 40 Stunden mindestens 20 Werktage zu (nach Werktagsdefinition), üblicherweise 24 Werktage im herkömmlichen Sinn.
Wer weniger Stunden, aber gleich viele Tage arbeitet, hat also denselben Urlaubsanspruch in Tagen wie eine Vollzeitkraft mit mehr Stunden. Berechne deinen Anspruch im Urlaubsrechner.
Praxisbeispiel: Jobvergleich bei unterschiedlicher Vollzeit-Referenz
Zwei Stellenangebote, gleiches Bruttojahresgehalt von 48.000 €, unterschiedliche Wochenarbeitszeit:
| Angebot | Wochenstunden | Monatsstunden | Effektiver Stundenlohn (brutto) |
|---|---|---|---|
| Angebot A (Tarifbindung, 35 Std.) | 35 | 151,7 | ~26,37 € |
| Angebot B (ohne Tarifbindung, 40 Std.) | 40 | 173,3 | ~23,08 € |
Bei gleichem Jahresgehalt ist Angebot A auf Stundenbasis rund 14 % besser bezahlt. Dieser Effekt wird bei einem reinen Gehaltsvergleich leicht übersehen. Prüfe bei jedem Jobangebot deshalb die tatsächliche Wochenarbeitszeit, nicht nur die Gehaltszahl.
FAQ
Wie viele Stunden pro Woche gelten als Vollzeit in Deutschland?
Es gibt keinen gesetzlich fixierten Wert. Üblich sind 35 bis 40 Wochenstunden, je nach Tarifvertrag und Branche. Am weitesten verbreitet ist 40 Stunden ohne Tarifbindung.
Warum haben manche Branchen eine 35-Stunden-Woche und andere 40 Stunden?
Das Ergebnis unterschiedlicher Tarifverhandlungen über Jahrzehnte. Stark gewerkschaftlich organisierte Branchen wie die Metallindustrie haben die Arbeitszeit weiter verkürzt als andere.
Wie rechne ich meine Wochenstunden in Monatsstunden um?
Mit der Formel Wochenstunden × 52 ÷ 12 — oder direkt über die Tabelle im Arbeitszeitrechner.
Ab wie vielen Stunden gilt eine Stelle als Teilzeit?
Sobald die vereinbarte Arbeitszeit kürzer ist als die Vollzeit im selben Betrieb (§ 2 TzBfG). Es gibt keinen festen bundesweiten Stundenwert.
Gilt für Vollzeit ein gesetzlicher Mindest- oder Höchstwert?
Einen Mindestwert gibt es nicht. Das ArbZG regelt nur eine Höchstgrenze: grundsätzlich 8 Std./Tag, verlängerbar auf 10 Std. bei entsprechendem Ausgleich.
Fazit: Vollzeit-Standard zum Nachschlagen
Die "richtige" Vollzeit-Stundenzahl gibt es nicht. Sie hängt von deinem Tarif- oder Arbeitsvertrag ab und liegt meist zwischen 35 und 40 Wochenstunden. Als Merkregel: 35 Std. Metallindustrie West, 39 Std. öffentlicher Dienst, 40 Std. der verbreitetste Standard ohne Tarifbindung.
| Wochenstunden | Monatsstunden | Jahresstunden |
|---|---|---|
| 35 | 151,7 | 1.820 |
| 37,5 | 162,5 | 1.950 |
| 38 | 164,7 | 1.976 |
| 39 | 169,0 | 2.028 |
| 40 | 173,3 | 2.080 |
Jahresstunden = Wochenstunden × 52. Nützlich für Jahresarbeitszeitkonten oder Vollzeitäquivalent-Berechnungen (FTE).
Willst du wissen, wie viele Stunden das im Monat sind, nutze die Umrechnungstabelle im Arbeitszeitrechner.



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